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Wurde Ihnen als Hörzu-Leser ein Geschenk versprochen? Melden Sie sich!

Update vom 31.03.2022: 

Das Team Musterfeststellungsklagen dankt den Verbraucher:innen, die sich mit ihrem Fall gemeldet haben. Die Resonanz war allerdings nicht groß genug, um ein erfolgversprechendes ein Verfahren zu gewährleisten. Der vzbv wird wegen dieser Geschenk-Benachrichtigung deswegen nicht weiter tätig.

Am 02.03.2022 hatte der vzbv beim Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung gegen die VSG Verbraucher-Service-Gesellschaft mbH erwirkt. Damit darf das Unternehmen das Werbeschreiben nicht weiter an Verbraucher verbreiten, ohne über den Inhalt des Geschenks aufzuklären. Sollte es gegen die Anordnung verstoßen, droht ihm ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro. Die VSG hat die Entscheidung des Gerichts ausdrücklich akzeptiert und auf Rechtsmittel verzichtet. Sie ist damit endgültig.

Ursprüngliche News vom 18.02.2022:

Wer in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift HÖRZU eine „Geschenk-Benachrichtigung“ erhalten hat, kann möglicherweise 300 Euro fordern.

  • Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) prüft, ob Verbraucher:innen Auszahlung des „Geschenks“ fordern können.
  • Empfänger:innen der Gewinn-Benachrichtigung sollten diese nicht wegwerfen!
  • vzbv bittet Betroffene sich über mfk@vzbv.de zu melden.

Aktuell erhalten verschiedene Leser:innen der HÖRZU eine „Geschenk-Benachrichtigung“ als Zeitungsbeilage. Die als Brief gestaltete Mitteilung stammt von der Verbraucher-Servie-Gesellschaft Hamburg mbH. Wer das Schreiben liest, kann leicht den Eindruck bekommen 300 Euro gewonnen zu haben. Um diese zu erhalten, genüge ein Anruf beim Unternehmen.

Was sich dahinter stattdessen verbirgt, ist ein Reisegutschein der Firma Trendtours Touristik GmbH, der innerhalb eines Zeitraums von drei Monaten nach der Gewinnbenachrichtigung eingelöst werden muss. Die Telefonate will das Unternehmen nutzen, um Anrufenden kostenpflichtige Produkte zu verkaufen. So steht es ebenfalls in den Teilnahmebedingungen, die auf der Internetseite des Unternehmens zu finden sind.

Unter bestimmten Voraussetzungen können Verbraucher:innen die Auszahlung von zugesagten Gewinnen fordern. Der vzbv prüft, ob das auch hier möglich ist. Wer so eine „Geschenk-Benachrichtigung“ in der HÖRZU erhalten hat, sollte diese auf keinen Fall wegwerfen und die Kopie des Schreibens an das Team Musterfeststellungsklagen unter mfk@vzbv.de senden.

Wenn genügend Fälle zusammenkommen, plant der vzbv eine Sammelklage in Form einer Musterfeststellungsklage. Dadurch können Teilnehmende einfacher die Auszahlung vom Unternehmen fordern.


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